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HIV-Test

Für den HIV-Test gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sich an speziellen HIV-Teststellen (VCT-Stellen), beim Hausarzt oder in Spitälern testen lassen. Der Test lässt sich oft auch anonym machen. Je früher man sich zu einem Test entschliesst, desto besser. Denn behandeln kann man die Infektion nur, wenn sie bekannt ist. Und je früher eine Infektion erkannt wird, umso leichter und einfacher ist sie zu behandeln.

VCT-Stellen, die sich an die Empfehlung über die freiwillige HIV-Beratung und -Testung des Bundesamtes für Gesundheit halten, verwenden einen Kombi-Schnelltest, der sowohl Antikörper gegen das HI-Virus wie auch einen Bestandteil der Virushülle selbst, das p24-Antigen finden kann. Diese Tests benötigen nur einen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe und liefern das Testresultat in einer halben Stunde. Dieser Test ist zwar unter Umständen in der Lage, eine frische Infektion bereits nach 14 Tagen nachzuweisen. Fällt er zu diesem Zeitpunkt negativ aus, sollte er aber drei Monate nach der Risikosituation wiederholt werden, weil erst dann eine Infektion sicher ausgeschlossen werden kann.

Andere Teststellen nehmen Blut und lassen einen Labortest machen. Hier liegt das Testresultat je nach Ort der Durchführung nach wenigen Stunden oder nach ein bis drei Tagen vor. Für beide Tests gilt: Lautet das Resultat eines Tests drei Monate nach der Risikosituation «negativ», konnten keine Antikörper nachgewiesen werden. Das heisst, es hat keine Infektion stattgefunden. Lautet das Resultat «positiv», konnten im Test Antikörper nachgewiesen werde. Das heisst, es fand eine Infektion mit dem HI-Virus statt. Medizinisch indizierte HIV-Tests werden von der Krankenkasse übernommen, fallen aber unter Franchise und Selbstbehalt.

Die ersten Wochen einer HIV-Infektion nennt man Primoinfektion. Es ist wichtig, nach einer Risikosituation auf Anzeicheneiner frischen HIV-Infektion zu achten: Rund 70% der Betroffenen entwickeln wenige Tage bis vier Wochen nach einer Ansteckung mit dem HI-Virus grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiss, geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen oder Hautausschlag . Diese Beschwerden dauern ein bis zwei Wochen, dann verschwinden die Symptome von selbst. Da die Symptome ähnlich sind wie andere Viruserkrankungen, zum Beispiel Grippe oder Pfeiffersches Drüsenfieber, können sie einfach verwechselt werden. Treten diese Symptome wenige Tage bis vier Wochen nach einer Risikosituation auf, ist dies ein Grund, sich umgehend bei einer VCT-Beratungsstelle oder bei einem Arzt zu melden um abzuklären, ob ein HIV-Test gemacht werden soll. Fällt der Test negativ aus, muss drei Monate nach der Risikosituation der Test wiederholt werden, um eine HIV-Infektion definitiv ausschließen zu können.

Wird eine Infektion mit dem HI-Virus frühzeitig festgestellt, hat dies den Vorteil, dass man den richtigen Moment für den Start einer antiretroviralen Therapie nicht verpasst. Eine rechtzeitige Therapie hält das HI-Virus im Schach und verhindert, dass im Körper bleibende Schäden am Immunsystem entstehen oder gar Symptome von Aids auftreten.

Im Internet werden HIV-Heimtests angeboten. Der Handel damit ist in der Schweiz verboten. Das BAG rät vom Gebrauch dieser Tests ab. Ein HIV-Test sollte nur bei einer Fachperson und in Kombination mit einem Beratungsgespräch erfolgen.